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So viel Wasser Allgemein Treppen steigen in Blankenese

Treppen steigen in Blankenese



Blankenese hat eine steile Karriere hingelegt. Vom Fischerdorf zum Nobelviertel. Hamburgs wohl bekanntester Elbvorort ist einer der nobelsten und teuersten Stadtteile.  Das Durchschnittseinkommen der Blankeneser ist etwa dreimal so hoch wie das der Hamburger.

Steil ist auch das Treppenviertel, wo Villen und Reetdachhäuser an den Elbhang geklebt sind. Wenn man im Lotto gewinnt und sich hier niederlassen will, sollte man sich bewusst sein, dass man den Jaguar nicht vor der Haustür parken kann und einen auch der Chauffeur dort nicht absetzen kann. Die Häuser im Treppenviertel sind nur zu Fuß zu erreichen. Ein Netz von 5000 Stufen verbindet den Ortskern mit dem Elbufer. Eine Art Hauptstraße und entsprechend frequentiert ist die Strandtreppe. Begibt man sich hingegen auf die „Nebenstraßen“ kann man in aller Ruhe die üppigen Stockrosen bestaunen, die vor den Häusern wachsen.

Unten an der Elbe gibt es einen Fähranleger, einen Strand, einen Segelclub, einen rot-weiß gestreiften Leuchtturm und das strahlend weiße Strandhotel mit seinen Türmchen und Erkern.

Oben thronen einige der höchsten Berge der Hansestadt. Der Süllberg (74,6 m) prägt die Silhouette Blankeneses, der höchste aber ist der Baursberg (91,6 m). Es gibt zahlreiche Parks, einen S-Bahnhof, einen Wochenmarkt, ein Kino.

Und es gibt Lühmann‘s Teestube, eine altehrwürdige Institution in Blankenese. Die Einrichtung ist alt aber gepflegt, mit Antiquitäten und Tüdelkram. Man kann in verschiedenen Räumen sitzen, die in unterschiedlichen Farben gestrichen sind. Veranda, Musikzimmer und zwei Salons. Die Auswahl an Tees ist bemerkenswert. Es gibt schwarze und grüne Tees, Rooibos, Kräuter- und Früchtetees. Alles entweder als Tasse, Becher oder Kännchen. Kaffee gibt es natürlich auch. Eine beträchtliche Auswahl an Kuchen und Torten, Cornish Cream Tea mit Scones und Clotted Cream, diverse Frühstücke und ein paar Suppen und Snacks. Ich saß in der Veranda am offenen Fenster auf einem Sofa und erholte mich mit einem Becher Grüntee Japanische Kirschblüten und einem überdimensionalen Stück Himbeer-Käsekuchen vom Aufstieg. Allein das war den weiten Weg nach Blankenese wert.

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