So viel Wasser

Eine Quiddje entdeckt Hamburg

So viel Wasser Allgemein Nach der Flut

Nach der Flut



Vor einer Woche zog Orkan Sabine über das Land und in der Folge fielen mehrere Sturmfluten über Hamburg her. Der Fischmarkt stand unter Wasser, die Strandperle auch, die Elbchaussee war zeitweise gesperrt und die nagelneue S-Bahnstation Elbbrücken konnte nicht angefahren werden, weil die Ausgänge überflutet waren.
Die ganze Woche war ich hin und hergerissen. Da war die Neugier der Neuhamburgerin, die mit eigenen Augen sehen wollte, was die Naturgewalt mit dem Elbufer macht. Aber ich wollte auch keine Katastrophentouristin sein. Letztendlich schaffte ich es rein zeitlich nicht, der Elbe einen Besuch abzustatten. Heute war ich da.

Ich machte einen Spaziergang durch die Hafencity, lies mich vom heutigen Sturm über die Elbpromenade zu den Landungsbrücken schieben, nahm von dort die Fähre zum Fischmarkt und gönnte mir auf dem Weg zurück ein Fischbrötchen an der Brücke 10. Spuren der Sturmflut habe ich nicht gefunden. Alles sah mehr oder weniger aus wie immer. Der Pegel an der Elbpromenade zeigte -0,34 mNN und der Fischmarkt stand nicht im Wasser sondern deutlich darüber. Ich war ein bisschen erstaunt, wie schnell sich der Wasserstand nach so viel Getöse wieder normalisieren kann. Neuhamburgerin eben.

Aber meine Tour weckte mindestens an zwei Orten meinen Forschungsdrang.

In der Hafencity feiert der Sandtorhafen seinen 150sten Geburtstag. Die Hafencity selbst ist noch keine 20 Jahre alt. Ich hatte keine Ahnung, dass es dort lange vor Baubeginn des gigantischen Stadtentwicklungsprojekts schon Hafenanlagen gab. Aber was sollte auch sonst dort gewesen sein. Geschichtliches Interesse geweckt.

Der andere Ort ist die Hafenstraße. Was ist aus den in den 80er Jahren besetzten Häusern dort geworden. Ich weiss, dass sie erhalten und in eine Genossenschaft überführt wurden. Leuchtend bunt sehen sie aus, umgeben von Streetart und Protestparolen. Direkt daneben liegt die berüchtigte Balduintreppe. Ich weiß nichts über das Leben dort. Gesellschaftspolitisches Interesse geweckt.

Das Fischbrötchen an der Brücke 10 war wie immer lecker, wenn es auch in der Sommersonne mit einer Kiezmische dazu noch ein kleines bisschen besser schmeckt.

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